SELBSTGespräch. Herr Dunkel bitte zum Interview!

Reporter: Hallo Herr Dunkel, schön das sie sich die Zeit genommen haben.

Tobias Dunkel: Ja gerne kein Problem – es geht ja schließlich um was.

R: Ach ja? Worum denn?

T: Na ja in erster Linie darum, dass der VfL Bochum zu alter Größe zurückfindet, Peter (der Große) Neururer wieder den Moonwalk tanzt und Moritz Fiege endlich Hauptsponsor des Vereins wird.

Ruhrstaduin Tobias Dunkel

Block Q – Sonntag Mittag

R: Ach so das meinen Sie…

T: Was meinen Sie denn?

R: Na ja es gibt ja schon viel Neues zu berichten [gedankenschwangere Pause] – vor allem beruflich…

T: Ach so, das meinen Sie. Ja, das ist nicht von der Hand zu weisen. Im Ruhrgebiet würde man sagen ich habe einen Strukturwandel herbeigeführt. Nach etwas mehr als 5 Jahren hab ich meinen Job bei Sat.1 NRW an den Nagel gehängt und mach jetzt was Neues.

R: Sie waren da nicht glücklich?

T: Doch war ich. Schließlich bin ich nach meinem Studium Volontär geworden. Dann hat man mir ne Kamera in die Hand gedrückt und dazu stand plötzlich ein Mensch vor mir, der mit dann die vielen Knöpfe und Einstellungen erklärt hat. Seitdem weiß ich was eine Schärfenverlagerung ist, warum der Cutter bei einem Achsensprung kurz vor dem Herzinfarkt steht und warum es heißt: Vordergrund macht Bild gesund.

R: Aber jetzt ist genug?

T: Zumindest an der Stelle. Nach abgeschlossenem Volo wurde ich dann Redakteur, dann stellv. Redaktionsleiter und Chef vom Dienst. Ich traf ich ein dreibeiniges Lama und sang mit Jeff Goldblum deutsche Volkslieder. Kurzum: Ich durfte viel erleben.

In der Regie Tobias Dunkel

Die Leitung steht. Noch 30 bis zur Schalte…

R: Sie wollen aber weiter beim Fernsehen ihre Brötchen verdienen?

T: Ja auf jeden Fall – allerdings gibt‘s glaub ich noch mehr da draußen. So schön ja ein klimatisierter Schreibtisch-Job im Winter oder Hochsommer ist. Ich hab mit immer mehr Wehmut aus dem Fenster auf die Strasse geschaut. Ok zugegeben das war meistens die B1 und darauf stauten sich die Autos; aber selbst das fängt man irgendwann an zu vermissen. Also wurde es einfach Zeit für was Neues.

R: Und das wäre?

T: Ich bin freier Fernsehredakteur, Ideengeber, Autor. Bild und Ton sind nunmal meine Leidenschaft, egal ob mit Kameramann oder als Ein-Mann-Team. Geben Sie mir eine Geschichte ich setze sie um. Ihr Projekt soll gut aussehen? Ihre Kunden sollen sie besser kennenlernen? Alles klar – hier ist meine Visitenkarte und los geht‘s. Ach ja: Nebenbei versuche ich meine Volleyballkünste auf einem akzeptablen Niveau zu halten.

R: Klingt nach einem großen Projekt…

T: Kann schon sein – aber wie sagt man in meiner Heimat: Muss ran anne Maloche. Wie viele Zeilen haben wir eigentlich für das Selbstgespräch?

R: Na ja höchstens eine Seite.

T: Ja die dürften wir bereits gesprengt haben. Na ja ist halt immer die Gefahr wenn man mit sich selbst so ins Zwiegespräch geht.

R: Stimmt – das ist immer die Gefahr. Aber Herr Dunkel jetzt mal im ernst – wir kennen uns jetzt seit mehr als 30 Jahren, warum kann ich sie eigentlich immer noch nicht „Du“ sagen. Ist ja nicht so, als ob wir nicht zusammen durchs Leben gehen würden.

T: Da ist was dran. Also: Hallo ich bin der Tobias und ich bin freier Journalist, Autor und was man sonst noch so von mir erwartet.

Frohe Arbeit Tobias Dunkel

Auftrag mit anschließender Belohnung

R: Hallo Tobias, jetzt kommen wir aber zum Ende.

T: Ist gut. Denk dran Sonntag Mittagessen bei Mutter in Hattingen.

R: Geht klar, bis dann. Und immer dran denken: Es gibt viel zu tun…

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